Hinrichtung eines 18-jährigen Demonstranten nur 84 Tage nach seiner Festnahme – Iran Human Rights warnt vor weiteren bevorstehenden Hinrichtungen
Die Hinrichtung von drei Demonstrierenden und vier politischen Gefangenen innerhalb von nur zwei Wochen zeigt, dass die Regierung ihren Krieg gegen die eigene Bevölkerung weiter verschärft.
Am 2. April 2026 wurde der 18-jährige Demonstrant Amirhossein Hatami hingerichtet – nur 84 Tage nach seiner Festnahme. Die Organisation Iran Human Rights warnt eindringlich vor einer weiteren Welle von Hinrichtungen in den kommenden Tagen.
Ein junger Mensch, ein schnelles Urteil, ein unwiderrufliches Ende
Nach Angaben staatlicher Medien wurde Amirhossein Hatami während der Proteste am 8. Januar 2026 in Teheran festgenommen. Er war einer von sieben Angeklagten, die nur einen Monat nach ihrer Festnahme von Richter Abolghasem Salavati – bekannt als „Richter des Todes“ – zum Tode verurteilt wurden.
Die Organisation Iran Human Rights verurteilte die Hinrichtung scharf und machte erneut auf die systematische Nutzung der Todesstrafe als Instrument politischer Repression aufmerksam – insbesondere im Schatten des Krieges, der als Deckmantel für diese Verbrechen dient.
Mahmood Amiry-Moghaddam, Direktor der Organisation, erklärte:
„Amirhossein Hatami wurde nach einem zutiefst unfairen Verfahren und auf Grundlage erzwungener Geständnisse hingerichtet. Die Hinrichtung von vier Demonstrierenden und vier politischen Gefangenen innerhalb von nur zwei Wochen zeigt deutlich, dass die Regierung ihren Krieg gegen das iranische Volk intensiviert hat. Während das Regime um sein Überleben kämpft, betrachtet es die Bevölkerung, die grundlegende Veränderungen fordert, als existenzielle Bedrohung.“
Er fügte hinzu:
„Hunderte weitere Menschen sind derzeit in akuter Gefahr, hingerichtet zu werden. Der andauernde Krieg darf nicht dazu führen, dass die Verbrechen der Islamischen Republik gegen das eigene Volk in Vergessenheit geraten.“
