Iran: Aktivistin Azadeh Yaghoubi zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt

Das Revolutionsgericht der iranischen Stadt Maschhad hat die Aktivistin Azadeh (Masoomeh) Yaghoubi zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Wie die Menschenrechtsorganisation HRANA berichtet, wirft die iranische Justiz der Inhaftierten Versammlung und Verschwörung gegen die nationale Sicherheit vor. Yaghoubi war Ende Januar im Zuge der landesweiten Proteste von Sicherheitskräften festgenommen worden.
Große Sorge bereitet der kritische Gesundheitszustand der Aktivistin, die derzeit im Vakilabad-Gefängnis untergebracht ist. Yaghoubi leidet an der chronischen Darmerkrankung Morbus Crohn. Den Angaben zufolge verwehren die Justizbehörden der Erkrankten eine adäquate medizinische Versorgung, notwendige Medikamente sowie eine dringend erforderliche Koloskopie. Menschenrechtsbeobachter verweisen zudem auf die prekären hygienischen Zustände und den Mangel an medizinischer Infrastruktur in der Hafteinrichtung.
