Shakila Ghasemi nach fast sechs Monaten Haft vorläufig freigelassen

Shakila Ghasemi, eine 26-jährige Bahá’í aus Kerman, ist nach fast sechs Monaten Haft vorläufig aus dem Zentralgefängnis von Kerman entlassen worden. Ihre Freilassung gilt bis zum Abschluss des laufenden Gerichtsverfahrens.

Shakila Ghasemi nach ihrer vorläufigen Freilassung aus dem Zentralgefängnis von Kerman
Shakila Ghasemi nach ihrer vorläufigen Freilassung

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw wurde Shakila Ghasemi am Samstag, den 15. August 2026 (24. Mordad 1405), nach fast sechs Monaten Haft vorläufig aus dem Zentralgefängnis von Kerman entlassen.

Die Freilassung ist zunächst vorläufig und gilt bis zum Abschluss des gegen sie laufenden Gerichtsverfahrens. Damit ist ihr Fall noch nicht abgeschlossen. Eine endgültige gerichtliche Entscheidung steht weiterhin aus.

Shakila Ghasemi ist 26 Jahre alt, gehört der Bahá’í-Gemeinschaft an und lebt in Kerman. Ihre monatelange Inhaftierung und das weiterhin laufende Gerichtsverfahren lenken erneut die Aufmerksamkeit auf die Situation der Bahá’í und anderer religiöser Minderheiten im Iran.

Die vorläufige Freilassung ist eine erfreuliche Nachricht für ihre Familie, ihre Angehörigen und alle Menschen, die ihren Fall verfolgt haben. Gleichzeitig bleibt ihre rechtliche Situation weiterhin offen, solange das Gerichtsverfahren nicht abgeschlossen ist.

Das Recht auf ein faires Verfahren, Zugang zu anwaltlicher Vertretung und die Wahrung der gesetzlichen Rechte müssen für alle Menschen gewährleistet sein – unabhängig von Religion, Weltanschauung oder persönlicher Überzeugung.

Verein für Nothilfe e.V. begrüßt die vorläufige Freilassung von Shakila Ghasemi. Wir hoffen, dass ihre Rechte im weiteren Verlauf des Verfahrens vollständig respektiert werden und dass dieser Schritt schließlich zu ihrer endgültigen und bedingungslosen Freiheit führt.

Die internationale Gemeinschaft und Menschenrechtsorganisationen sollten die Situation der Bahá’í sowie anderer Menschen im Iran, die aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen oder friedlichen Aktivitäten unter Druck geraten, weiterhin aufmerksam verfolgen und sich für die Einhaltung grundlegender Menschenrechte einsetzen.

Die Freilassung von Shakila Ghasemi nach fast sechs Monaten Haft ist ein wichtiges Zeichen der Hoffnung. Gleichzeitig bleibt es notwendig, ihren Fall und die Situation anderer Betroffener weiterhin öffentlich sichtbar zu machen.

Quelle: Hengaw Organization for Human Rights