Zwölf Jahre Haft für die Isfahaner Saloninhaberin Arezou Keshvar

Arezou Keshvar, Eigentümerin und Leiterin eines Schönheitssalons in Isfahan, ist wegen des Vorwurfs der „Verbindung zu feindlichen Staaten“ zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.
Keshvar befindet sich seit Bahman 1404 im Dowlatabad-Gefängnis in Isfahan. Der persische Monat Bahman 1404 entspricht im gregorianischen Kalender dem Zeitraum vom 21. Januar bis zum 19. Februar 2026.

Nach ihrer Festnahme wurde Arezou Keshvar zunächst in Einzelhaft festgehalten und über längere Zeiträume verhört. Langandauernde Einzelhaft und intensive Verhöre unter isolierenden Bedingungen können schwerwiegende körperliche und psychische Folgen haben und gegen das Verbot von Folter und unmenschlicher Behandlung verstoßen.
Weitere Einzelheiten zum Gerichtsverfahren, zu den vorgelegten Beweismitteln oder zu möglichen Rechtsmitteln sind bislang nicht bekannt. Auch über die genaue Auslegung des gegen sie erhobenen Vorwurfs wurden keine näheren Informationen veröffentlicht.
Der Fall lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf die Anwendung weit gefasster sicherheitsbezogener Anschuldigungen sowie auf die Haftbedingungen von Frauen im Iran.
Ein rechtsstaatliches Verfahren muss transparent sein, den Zugang zu unabhängiger anwaltlicher Vertretung gewährleisten und die betroffene Person vor Folter, langandauernder Einzelhaft und erzwungenen Aussagen schützen.
